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Archäologie im Heilbronner Land

Archäologische Funde von der Steinzeit bis in die Neuzeit sind seit 1991 in der zweiten Etage des Museums im Deutschhof ausgestellt. Im Steinzeit-Raum dominieren rote Silhouetten, die die Menschen vor 7100 Jahren in Szene setzen. Nach Untersuchungen der in Talheim entdeckten Knochen konnten Größe, Geschlecht und Alter sowie Krankheiten, Mangelerscheinungen und Spuren der Tötung festgestellt werden.

Im Treppenhaus Süd fasziniert ein sogenanntes Lackprofil. Es stammt von der Ausgrabung einer jungsteinzeitlichen, etwa 22 Hektar großen Befestigungsanlage auf dem Hetzenberg bei Neckarsulm und zeigt den Querschnitt durch einen Graben.

Gussformen aus Sandstein dienten in der Bronzezeit zur Herstellung von Sicheln, Schwertern, Messern, Lanzenspitzen und Hämmern. Ein rekonstruierter Salzsiede-Ofen zeigt die Gewinnung von Salz in keltischer Zeit.

Im Römer-Raum stehen Säulen von sogenannten Jupitergigantensäulen im Mittelpunkt. Sie zeugen von der Besiedlung des Heilbronner Raumes auch nach dem Abzug der römischen Soldaten Mitte des 2. Jahrhunderts. In den Vitrinen sind in der Region hergestellte Tongefäße und importierte Terra Sigillata-Schalen und –Becher ausgestellt. 

Von der germanischen Bevölkerung im 3. bis 7. Jahrhundert wurden vor allem Grabbeigaben entdeckt. Prächtiger Schmuck und Waffen belegen die weiträumigen Beziehungen in der Völkerwanderungszeit und im Frankenreich. Eine Besonderheit ist der mittelalterliche Lederschuh, der in einer Gerbergrube auf dem Heilbronner Marktplatz geborgen werden konnte. Holzfunde aus der Neuzeit kamen in den vergangenen Jahren ebenfalls in der Heilbronner Innenstadt bei Baumaßnahmen zu Tage.

 

Weitere Informationen zur Archäologischen Sammlung finden Sie hier