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Knochenfunde

Frühmittelalter

Aus dem Frühmittelalter, der Zeit der Franken und Alamannen (4. bis 7. Jahrhundert), verfügen die Städtischen Museen Heilbronn vor allem über Grabausstattungen mit kunstvoll gearbeitetem Schmuck, Trachtteilen und Waffen. Diese stammen überwiegend aus der Innenstadt sowie aus verschiedenen Stadtteilen Heilbronns.

Ende des 6. Jahrhunderts datiert ein zentrales Ausstellungsstück: die Grabstätte eines Franken, des nach seinem Fundort benannten Horkheimer Reiters. Sowohl das vollständig erhaltene Skelett als auch Grabbeigaben wie Waffen, Trense und Bronzeschüssel lassen auf einen ungefähr 30-jährigen männlichen Reiter schließen, der offenbar von Skandinavien bis nach Norditalien unterwegs war. Davon zeugen ein Schildbuckel skandinavischer Herkunft sowie ein prächtiger langobardischer Kamm aus Bein. Überregional bedeutend ist ferner die Rekonstruktion eines alamannischen Beinkästchens mit Christogramm, das belegt, dass im Heilbronner Raum bereits im 5. Jahrhundert christliche Symbole bekannt waren.


Abb.: Das Skelett des sogenannten Horkheimer Reiters, Ende 6. Jh.