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Steindenkmäler aus der Römerzeit in der Archäologischen Sammlung im Deutschhof

Römische Besiedlung

Die römische Besiedlung des Heilbronner Raumes beginnt mit der Sicherung der Reichsgrenze Ende des 1. Jahrhunderts und endet mit der alamannischen Eroberung der römischen Gebiete Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. Noch heute ist sie durch konservierte Fundstellen wie in Heilbronn-Böckingen, Weinsberg und Lauffen a. N. in der Region präsent.

Steindenkmäler wie Inschriftensteine, Skulpturen und Jupitergigantensäulen aus der Heilbronner Gegend, darunter ein originaler Viergötterstein und das Kapitell einer Säule aus Gundelsheim-Böttingen, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung und geben Auskunft über die römischen Götter.

Etliche Funde wurden im näheren Umfeld der römischen Militäranlage in Heilbronn-Böckingen geborgen. Die Ausstellung ermöglicht eine Vorstellung von der Dimension dieses in Stein errichteten Kohortenkastells aus der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. 

Zahlreiche Bruchstücke von Keramik- und Glasgefäßen sowie aus Südfrankreich und ab der Mitte des 2. Jahrhunderts aus Rheinzabern importiertes Geschirr vermitteln einen Eindruck von Alltag, Handwerk und Handel der Römer im Heilbronner Raum. Von ihrer gehobenen Wohnkultur zeugen auch die Überreste einer römischen Fußbodenheizung. Einblick in den Totenkult der Römer gewähren Grabbeigaben aus einem großen Bestattungsplatz bei Offenau gegenüber Bad Wimpfen im Tal, dem Hauptort der Civitas Alisinensium.


Abb.: Glasbecher aus dem römischen Gräberfeld von Offenau, 2./3. Jh., Foto: Werner Friedel, Heilbronn