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Tasse, Teller, Tafel – Meisterwerke aus der Sammlung
// seit 26.11.2016

Selten oder bislang noch nie gezeigte Bestände der Heilbronner Kunst- und Kulturgeschichte erwarten Sie in unseren neu gestalteten Räumen. Eine umfangreiche Sammlung von erlesenen Silberbestecken und elegantem Tafelsilber der 1805 in Heilbronn gegründeten und seinerzeit weltbekannten Silberwarenfabrik Bruckmann & Söhne gehört ebenso dazu wie das kunstvolle Porzellan aus der Sammlung Becker-Franck, entworfen und gefertigt u. a. in Ludwigsburg und Meissen. Der Heilbronner Unternehmer Richard Becker (1857-1919) und seine aus der Ludwigsburger Kaffeedynastie Franck stammende Ehefrau Marie Franck (1865-1945) begeisterten sich aber auch für die Malkunst ihrer Zeit und umgaben sich u. a. mit Werken der Münchner Malerfürsten Franz von Lenbach (1836-1904) und Franz von Stuck (1863-1928).

Eine besondere Rarität stellt das aus Familienbesitz stammende „Käthchenzimmer“ dar, das erstmals Einblicke in das persönliche Umfeld des angeblichen „Urkäthchens“, der Elisabeth (Lisette) Klett, geb. Kornacher (1773-1858) ermöglicht. Die erst kürzlich erfolgte Familien-Schenkung umfasst neben zeitgenössischem Mobiliar und kunst-gewerblichen Gegenständen eine Reihe aufschlussreicher

Familienporträts.

Ausführlich vorgestellt wird ferner die Heilbronner Künstlerschaft. Ganz im Zeichen der Bildnis- und Historienmalerei des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts stehen die Werke des Stadtmalers Johann P. F. Hauck (1723-1794) und des in Wien zu großer Berühmtheit gelangten Heinrich F. Füger (1751-1818). Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen u. a. von Carl F. Doerr (1777-1842), Friedrich Salzer (1827-1876) und Gustav Schönleber (1851-1917) geben Einblick in die süddeutsche Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts.

In die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts führen schließlich die eleganten wie funktionalen Glas- und Porzellanentwürfe des Heilbronner Designers Heinrich Löffelhardt (1901 -1979). Der in der Silberwarenfabrik Bruckmann ausgebildete Gestalter ist einer der maßgeblichen Vertreter der in den 1950er und 1960er-Jahren in der Bauhausnachfolge geprägten „Guten Form“.


Abb.: Blick in die Ausstellung