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Tafel·silber aus Heilbronn

Tafel ist hier ein anderes Wort für Tisch. 
Tafel·silber sind alle silbernen Gegenstände auf dem Tisch. 
Zum Beispiel Geschirr und Kerzen·leuchter.

In Heilbronn wurden viele Sachen aus Silber hergestellt. 
Dafür wurde Heilbronn in den letzten 200 Jahren bekannt.  
Eine Firma für Silber·waren war besonders bekannt. 
Eine Zeit lang war sie die größte Silber·fabrik in Deutschland. 

Die Firma hieß P. Bruckmann und Söhne. 
Diese Firma gab es vom Jahr 1805 bis zum Jahr 1973.
Sie hat sehr schöne und gute Sachen aus Silber gemacht. 
Zum Beispiel Besteck und Geschirr. 
Es gab aber noch andere Silber·fabriken in Heilbronn. 

In der Ausstellung im Museum zeigen wir 
Tafel·silber aus Heilbronn. 
Und wir zeigen Tafel·silber aus der ganzen Welt. 

Zum Beispiel: 

• Besteck aus Silber

• Kerzen·leuchter aus Silber

• Obst·schalen aus Silber

Diese Sachen zeigen: 
So haben die Menschen in Heilbronn gegessen. 
So wurden die Tische in Heilbronn gedeckt. 
Die Sachen zeigen auch: 
Tafel·silber kann ganz verschieden aussehen. 

In einem anderen Bereich von der Ausstellung 
zeigen wir Tafel·silber aus der ganzen Welt. 
In vielen Ländern bedeutet das Tafel·silber:
Die Menschen haben Geld. 
Und die Menschen sind gast·freundlich.

Das Tafel·silber kann verschiedene Formen haben. 
Und es kann verschiedene Muster haben. 
Manche Formen und Muster bedeuten etwas Bestimmtes. 

Sie zeigen zum Beispiel gute Wünsche für das Leben. 
Oder sie zeigen Geschichten aus der Religion.  

In der Ausstellung gibt es Angebote zum Anhören. 
Und es gibt Angebote zum Mitmachen. 

Die Firma P. Bruckmann und Söhne 

Die Silber·fabrik P. Bruckmann und Söhne 
hat sehr gute Sachen gemacht. 
Und die Firma hat sehr schöne Sachen gemacht. 
Die Firma war eine von den wichtigsten Firmen im 19. Jahrhundert. 
Eine Zeit lang war sie die größte Silber·fabrik in Deutschland. 

Die Firma P. Bruckmann und Söhne hat vor allem Besteck gemacht. 

Das Besteck war innen aus Messing. 
Messing ist ein Metall. 
Um das Messing war eine Schicht aus Silber. 
Das Besteck war sehr beliebt. 
Damit hat die Firma viel Geld verdient. 

Im Jahr 1898 hat die Firma 25.000 Kilo·gramm Silber verbraucht. 
Die Firma hat immer mehr Silber·waren hergestellt. 
Deshalb hat die Firma auch immer mehr Mitarbeiter gesucht. 
Im Jahr 1862 hatte die Firma 130 Arbeiter und Arbeiterinnen. 
Im Jahr 1898 ist die Firma umgezogen. 
Danach gab es mehr als 600 Arbeiter und Arbeiterinnen in der Firma. 

Im Jahr 1968 hat sich die Firma P. Bruckmann und Söhne 
mit einer anderen Firma zusammen geschlossen.
Die andere Firma war eine Besteck-Firma aus den Niederlanden.
Die Firma hieß Gero.
Im Jahr 1973 musste Gero schließen. 
Denn die Firma hatte kein Geld mehr.
Deshalb musste auch P. Bruckmann und Söhne schließen.

 

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Abbildungen:
1. Gedeckter Tisch um 1900, verschiedene Entwerfer, © Städtische Museen Heilbronn, Foto Frank Kleinbach, Stuttgart
2. Jardinére, Entwurf Carl Stock um 1902, P. Bruckmann & Söhne, © Städtische Museen Heilbronn, Foto Frank Kleinbach, Stuttgart
3. Salatbesteck und Teesieb, Entwurf Helene Lock-Brandt 1924, Modell „Sächsisches Hofmuster“, P. Bruckmann & Söhne, © Städtische Museen Heilbronn, Foto Frank Kleinbach, Stuttgart